Wirtschaft
DI Oskar Wawschinek MAS MBA
DIE ERNÄHRUNG sprach mit dem Obmann des Fachverbandes und CEO der AGRANA Beteiligungs-AG, Mag. Stephan Büttner, über die aktuellen Herausforderungen der Aufgabe, die Interessen der Lebensmittelindustrie zu vertreten, über Diskussionen um Lebensmittelpreise, Senkung der Mehrwertsteuer, Erhaltung des Produktionsstandorts Österreich, hohe Energie- und Arbeitskosten, Shrinkflation, UPF, Werbeverbote und Ernährungsbildung.
Mag.a Andrea Stoidl, Geschäftsführerin Österreichischer Werberat, Gesellschaft zur Selbstkontrolle der Werbewirtschaft, Wien
Ethische Grundsätze schaffen Vertrauen. Besonders in Zeiten, die weder für die Wirtschaft noch für Konsumentinnen und Konsumenten Sicherheit bieten, gewinnen ethische und moralische Werte als vertrauensbildende Grundlagen mehr denn je an Bedeutung.
Lisa Meidl, MSc., Lebensmittelversuchsanstalt (LVA), Wien
Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Meilensteins für die Reduktion von Lebensmittelverschwendung in Europa
Wissenschaft
Prof. Dr. rer. nat. Martin Smollich, Martina Kalischuk, Institut für Ernährungsmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck; Prof. Dr. Daniel Wefers, Institut für Chemie/Lebensmittelchemie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Hochverarbeitete Lebensmittel (UPF) leisten einen erheblichen Beitrag zur täglichen Energie- und Nährstoffzufuhr. Gleichzeitig belegen zahlreiche epidemiologische Studien Assoziationen zwischen einem hohen UPF-Konsum und nicht-übertragbaren Erkrankungen. Ziel dieses Beitrags ist es, die aktuelle Evidenz zu UPF kritisch einzuordnen. Die Analyse zeigt, dass die Studienlage überwiegend auf Beobachtungsdaten beruht und durch methodische Limitationen, uneinheitliche Definitionen und heterogene Erhebungsinstrumente geprägt ist. Die verfügbaren Befunde sprechen dafür, dass nicht der Verarbeitungsgrad an sich, sondern vor allem Nährwertprofil und Energiedichte die beobachteten Zusammenhänge erklären. Eine differenzierte Bewertung hochverarbeiteter Lebensmittel ist daher erforderlich.
Elisabeth Sperr, MSc, MBA, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Dr. Marlies Gruber, Geschäftsführerin, beide: forum. ernährung heute (f.eh), Wien
Verarbeitet bedeutet nicht automatisch ungesund
„Hochverarbeiteten“ Lebensmitteln (ultra-processed foods, UPF), wird häufig pauschal ein negativer Einfluss auf die Gesundheit zugeschrieben. Doch eine differenzierte Betrachtung zeigt: Diese vereinfachte Sicht greift zu kurz, denn der Grad der Verarbeitung entscheidet nicht allein über den Gesundheitswert eines Lebensmittels.
Wichtig sind vielmehr die gesamte Ernährungsqualität, die Lebensmittelauswahl, Portionsgrößen und ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung.
Ein Überblick.
Dipl.-Ing. Rafaela Scheibelberger, BSc, Preisträgerin Masterarbeit DER ALIMENTARIUS 2025
Warum lässt sich Pizzateig gut ausziehen, während ein Baguette beim Backen seine Form behält?
Eine wesentliche Rolle spielt das Proteinnetzwerk, das entsteht, wenn Weizenmehl mit Wasser vermischt wird: Gluten.
Dipl.-Ing. Dr. Sabrina P. Van den Oever, Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Helmut K. Mayer, BOKU University, Department für Biotechnologie und Lebensmittelwissenschaften, Institut für Lebensmittelwissenschaften, Wien
Inhaltstoffe und chemische Zusammensetzung von Manketti-Nüssen aus Namibia
In den letzten Jahren hat sich in vielen Forschungsbereichen ein zunehmendes Interesse an möglichen gesundheitlichen Vorteilen verschiedener exotischer Pflanzenarten und deren essbarer Samen entwickelt. Vielerorts wird untersucht, ob diese Früchte aufgrund ihres Gehalts an lebenswichtigen Nährstoffen als sogenannte „Novel foods“ in die menschliche Ernährung aufgenommen werden können. Dabei handelt es sich um neuartige Lebensmittel, die in der Europäischen Union vor dem 15. Mai 1997 (unabhängig von den Zeitpunkten der Beitritte von Mitgliedstaaten zur Union) nicht in nennenswertem Umfang in der EU für den menschlichen Verzehr verwendet wurden (EU, 2015/2283).
Franko Petri
Neue Metastudie zeigt Auswirkungen auf die Gesundheit
Immer wieder kursieren in digitalen Medien Warnungen vor dem Verzehr von Soja. Ein Großteil dieser Behauptungen speist sich aus nicht evidenzbasierten Quellen, die gezielt Halbwissen nutzen, um Fehlinformationen zu verbreiten. Eine im Sommer 2025 veröffentlichte Metastudie im International Journal of Innovative Technologies in Social Science bietet nun eine fundierte Neubewertung der Datenlage.
Recht
Mag. Cecilia Prikoszovits, Fachverband der Lebensmittelindustrie, Wien
Der Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie und der Lebensmittelverband Deutschland e.V. luden im November 2025 gemeinsam zu einer hochkarätigen Diskussionsveranstaltung in Brüssel ein. Im Mittelpunkt stand das Thema ‚Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau – Bedeutung für die Lebensmittelwirtschaft‘.
Unter den Teilnehmenden waren Vertreterinnen und Vertreter der EU-Institutionen sowie der Lebensmittelwirtschaft aus Deutschland und Österreich.
Rechtsanwältin Maren Langhorst, Food Lex AG, Bern, Schweiz
Seit Inkrafttreten der Durchführungsverordnung (EU) 2018/775 besteht aus Schweizer Sicht ein Kennzeichnungskonflikt bei der Angabe der Herkunft einer Zutat. Die folgende Abhandlung erläutert die schweizerische Gesetzgebung und Rechtslage im Vergleich zur EU.
Michael Blass
Am 7. Dezember 2025 ist Dr. Bruno Mayer nach einem Spitalsaufenthalt von wenigen Wochen an einer schweren Krankheit gestorben. Er wäre heuer am 28. April 78 Jahre alt geworden.
Bruno Mayer ist vielen Leserinnen und Lesern dieser Zeitschrift als Geschäftsführer einer bedeutenden Branchengruppe im Fachverband der Lebensmittelindustrie in Erinnerung. Im Mittelpunkt seiner beruflichen Verantwortung stand die Alkoholwirtschaft, namentlich die Spiritus- und Spirituosenindustrie und die Sektindustrie.